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Einfach vorbei .. Stumm liegt sie da, wirkt klein und ungewohnt still Wo sie doch immer so lebhaft und rührig war Sie schloss ihre Augen für immer Ohne Dich, denn Du warst nicht bei ihr Ihr habt euch nicht sonderlich gut verstanden Seit Du ausgezogen bist, lebte jeder sein Leben Und fragte nicht groß nach dem anderen Du wusstest nicht einmal, dass sie krank war Denn niemand hat Dich verständigt Und Dir war es ganz recht, nichts zu hören Nun stehst Du vor Deiner toten Mutter Um die du dich nicht gekümmert hast Leise Erinnerungen an die Kinderzeit An eine Kindheit und Momente voller Wärme steigen in Dir auf, längst vergessene Fragmente von Liebe und Anteilnahme, auch ein Verständnis hie und da Es ist Deine Mutter, die nun für immer gegangen ist Die schweigend erträgt, das auch die Gleichgültigkeit an ihrem Grabe steht; zu spät für Reue und versöhnende Worte, zu spät für die Einsicht, das hier der Born eines lebenslangen Bandes der Liebe für immer erloschen und versiegt ist; Was bleibt, ist nur die Trauer und das Erkennen der eigenen Schwächen Und die vielen Ähnlichkeiten endlich zuzulassen, die vorher nur andere sahen. Lebe wohl, Du, meine Mutter. Ich liebe Dich doch.
2004© by Cora Corell
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